Wirtschaftssystem und Wirtschaftsordnung

Jede Wirtschaftsgesellschaft hat drei fundamentale ökonomische Probleme:

  1. Koordinationsprobleme: Was wird produziert? (Art, Menge, Qualität)
  2. Allokationsproblem(Zuteilungsproblem): Wie wird produziert? -Wer entscheidet über die Kombination der Produktionsfaktoren
  3. Distributionsproblem(Verteilungsproblem): Für wen wird produziert?
Marktformen, Wirtschaftssysteme und Wirtschaftsordnung

Marktformen, Wirtschaftssysteme und Wirtschaftsordnung

Ressourcen = knappes Gut; in BWL= Produktionsgüter

Die Wirtschaftsordnung ist die Gesamtheit der organisatorische Aufbau- und Ablaufmechanismus einer Volkswirtschaft:

Besteht aus:

  • Rechtlichen Vorschriften (Verfassung von Bund und Ländern, Bundes-& Landesgesetze,  Tarifvertragsrecht, Rechtsprechung der Gerichte)
  • Koordinationsmechanismen: (Bsp. Steuererklärung)
  • Den Institutionen (Einrichtungen, Zoll, Behörden)
  • Den Zielen der Einzelwirtschaften (unsere Ziele)

Wirtschaftssysteme               

Merkmale der sozialen Marktwirtschaft folglich zusammengefasst:

Beschränkungen (Rechte an Eigentum(àEnteignung, wenn Bodenschätze auf Grundstück gibt), Freiheit des Einzelnen(à Antrag für Bau eines Gartenhauses), der Gewinnmaximierung (àUmweltgesetzte); Kontrolle des Wettbewerbs: Kartellkontrolle, Missbrauchsaufsicht, Fusionskontrolle, Verbraucherschutz); Sozialpolitik Arbeitsmarktpolitik, Arbeitsschutz, Steuerpolitik   all diese Merkmale basieren auf Gesetzen.

Ziel der Sozialen Marktwirtschaft ist das magische Viereck (Vollbeschäftigung, Stabilität des Preises, stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum, außenpolitisches Gleichgewicht).

Märkte, Wettbewerb und Preise

Ein Markt ist jeder Ort des Zusammentreffens von Angebot und Nachfrage. Marktgeschehen: ökonomische Beziehungen zwischen Anbieter und Nachfragender

Marktformen:

Vollkommender Markt (Modell um bestimmte Dinge darzustellen):

  • Nachfrager und Anbieter verhalten sich nach dem ökonomischen Prinzip.
  • Vollkommene homogene Güter: Güter sind sachlich gleich oder werden vom Nachfragenden gleich eingeschätzt (real: nur inhomogene Güter).
  • Keine persönlichen Präferenzen, die die Kauf- und Verkaufsentscheidungen beeinflussen.
  • Keine zeitliche Präferenz à Unternehmen können immer liefern.
  • Keine räumliche Präferenz à Punktmarkt; keine Transportkosten.
  • Volkommene Markttransparenz àMarktteilnehmer sind ständig über alles informiert.
  • Unendlich schnelle Reaktionen aller Marktteilnehmer auf veränderte MarktbedingungenàVollkommener WettbewerbàVollkommende Konkurrenz.

Realität: Unvollkommener Markt

Die Erscheinungsformen des Marktes haben große Einflüsse auf die Preisbildungsprozesse: Die wichtigsten Einflussgrößen:

  • Zahl der Anbieter und Nachfrager
  • Qualitative Rahmenbedingungen

Polypol: Viele Anbieter, viele Nachfragende ergibt keinen Einfluss auf den Marktpreis aufgrund der Angebots- und Nachfragemenge

Angebotsmonopol: Es existiert nur ein Anbieter; der Absatz ist von seinem Preis abhängig à der Preis muss so gewählt werden, dass keine potenzielle Konkurrenz entsteht.

Angebotsoligopol: Es existieren nur wenige Anbieter. Absatz hängt von seinem Preis und dem Preis der Konkurrenz ab à Kartelle könnten sich bilden (Preisabsprache)

Monopol = einer; Oligopol = wenige; Polypol = viele

Wir hoffen diese Zusammenfassung ist ein erster Eindruck in die Vielseitigkeit der unterschiedlichen Marktformen und macht nochmal deutlich welche große Rolle die Globalisierung hierbei spielen kann.